Keine Meisterfeier der TCW-Damen. Trotzdem gab es ein kleines Fest

Bekanntlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, auch die Mannschaft der Damen II des Tennis-Club Wertingen wurde wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Mit viel Euphorie war man zum Saison-Abschluss nach Horgau gefahren, zum Endspiel in der Kreisklasse 2 gegen die TeG Rothtal. Aber es ging ihnen wie dem Speerwerfer Johannes Vetter, der kein Gold bei Olympia holte, weil er ausrutschte. Auch die Wertingerinnen rutschten aus, es war aber nicht der Belag, sondern der Match-Tiebreak. Da hatte der Gegner die Nase vorn und siegte mit 6:3, Damit wurde Rothtal Meister, den TCW-Damen blieb bei Punktgleichheit mit Wittislingen nur Rang drei, aber dennoch durften sie mit der Saison zufrieden sein, der Kampf um den Titel war schließlich nicht erwartet worden.

Nach den Einzeln war Wertingen im Hintertreffen, doch es gab noch Hoffnung. 4:2 führte Rothtal, der Match-Tiebreak spielte noch keine große Rolle, Ludmilla Wiedemann entschied ihn für sich, Lara Döhler hatte leider das Nachsehen. Für den zweiten Punkt sorgte Lorena Bacher ohne große Probleme. So gab es noch Hoffnung für die Doppel, die nun aber alle gewonnen werden mussten. Dann gab es eine Seltenheit: Immer ging es in den Match-Tiebreak! Aber nur einmal konnte diesen Wertingen für sich entscheiden, Lorena Bacher und Lara Döhler waren die Glücklichen, dagegen unterlagen Laux/Wiedemann und Adelmann/Pintar – nichts war es mit der Meisterschaft.

Gefeiert wurde bei den TCW-Damen aber trotzdem, dem Ernst am Samstag folgte der Spaß am Sonntag, nämlich ein Schleifchenturnier aller Damen-Teams, nachdem das traditionelle Schleifchenturnier an Pfinsten wegen Corona abgesagt werden musste. Jetzt aber gab es ein kleines Fest zum Abschluss der insgesamt erfolgreichen Saison, egal ist nämlich ob es um Gold oder Titel geht, Spaß muss sein.

Die Punktrunden sind beendet, nun wird das Hauptaugenmerk auf das Geschehen im Verein liegen. Da die Ligenspiele sich bis in den August hinein verzögerten, wird die Klubmeisterschaft wieder einmal nach altem Muster durchgeführt, nämlich nicht über mehrere Wochen, sondern an einem Wochenende. So gibt es Ende August und Anfang September wieder Hochbetrieb auf den Plätzen auf dem Judenberg, wenn es um die Klubtitel in den Doppeln (27. – 29. August), im Mixed (3.-5. September), in den Einzeln (Damen und Herren 10. – 12. September) und bei der Jugend (17. – 19. September) geht. Am Ende steht dann mit Sicherheit wieder ein kleines Fest. (kkp)