Das zweite Wochenende brachte einige Dämpfer. Vier Teams noch ungeschlagen

So ist es im Sport, einmal oben, einmal unten. Da sind im Fußball jetzt sogar die Altmeister Hamburger SV und Schalke 04 zweitklassig. Erstklassig ging es beim Tennis-Club Wertingen zum Start in die neue Saison los, das zweite Wochenende brachte dann einige Dämpfer. Aber eigentlich logisch, Satz und Sieg sind gerade im Tennis neben der eigenen Form auch vom Gegner abhängig, der oft eine sehr unterschiedliche Spielstärke hat. Einmal gegen Bayern München, dann wieder SC Paderborn, um beim Fußball zu bleiben.

Gerade im Tennis können Ergebnisse auch täuschen. So mussten die Herren bei Schießgraben Augsburg zwar eine 0:9-Niederlage hinnehmen, eigentlich die Höchststrafe, aber unglücklich waren sie vor allem wegen der knappen Niederlagen, nämlich dreimal im Match-Tiebreak. Aber gut, der Gegner war einfach zu stark. Das mussten auch die Herren IV anerkennen, die gegen Welden II ebenfalls ein 0:9 kassieren mussten. Anders die Herren III (die Herren II wurden nicht gemeldet), die das Gegenstück ablieferten. Nach zwei vergeblichen Versuchen in den letzten Jahren klappte es endlich gegen den TSV Lauterbach mit einem Sieg, der mit 5:4 hart erkämpft war. Aber bereits nach den Einzeln sah es nach Erfolgen von Kehrle, Unger, Bogojevic und Shu mit einer 4:2-Führung gut aus, das Doppel Laux/Shu sorgte für den umjubelten Triumph. Die Herren III sind noch ungeschlagen.

Die Damen mussten erkennen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Beim Start waren die Wertingerinnen für ihre Gegnerinnen zu stark, jetzt ging den TCW-Damen die Puste aus und damit auch die Punkte. Da nützte es nichts, dass zum Beispiel Sandra Wirth, Andrea Ruß und Andrea Fellinger doppelt im Einsatz waren. Bei den Damen I holte Ruß den ersten Punkt, doch beim 2:7 gegen Zusmarshausen kam durch Silke Holzmayr nur noch einer hinzu. Die Damen 30 mussten beim 2.4 gegen Pöttmes als Aufsteiger erkennen, dass die Bezirksliga halt doch kein Zuckerschlecken ist, die Punkte holten Andrea Fellinger und Steffi Zegula. Jubel gab es dagegen bei den Damen II, die nach dem 7:2 gegen Kötz wie die Herren III noch ungeschlagen sind. Bereits nach den Einzeln waren nach Siegen von Patricia Weißkirchen, Lara Döhler, Lorena Bacher und Lorena Adelmann die Weichen gestellt, toll, dass dann auch alle drei Doppel gewonnen wurden. Wachsen da vielleicht doch noch Bäume in den Himmel?

Könnte dies auch für die Herren 60 gelten? Sie sind nach dem 7:2 gegen Mertingen sogar Tabellenführer in der Bezirksklasse 1 und träumen nach zwei Siegen sogar vom Aufstieg. Gerhard Reitenauer, Norbert Weiser, Wolfram Berweck, Hans Kick, Rainer Mitschke und Franz Thoma spielten ihr ganzes Können und die Routine aus. Die Herren 60 II hatten da schon mehr Probleme und unterlagen Adelzhausen mit 3:6. Helmut Wirth, Günter Grund und das Doppel Trauner/Wirth konnten mit ihren Erfolgen die zweite Niederlage nicht abwenden. Ganz andere Sorgen hatten die Herren 50, die beim 2:7 in Neusäß sage und schreibe fünf Punkte wegen Verletzungen kampflos abgeben mussten. So blieb es bei den Siegen von Robert Dieminger und Andreas Unger als Trost.

Die einen haben das Ende der Karriere vor Augen, die anderen haben ihre Karriere noch vor sich. Der Tennis-Club Wertingen ist stolz auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Toll ist es, wenn man hoffnungsvolle Talente in seinen Reihen weiß, wie zum Beispiel Patricia Weißkirchen. Das Mädchen (Jahrgang 2005) ist sowohl bei den Damen gemeldet, als auch bei den Junioren 18 (da dürfen auch Mädchen mitspielen) und dort sogar die Nummer 1! Die Jungs können ihr nichts vormachen, beim 4:2 gegen Wittelsbach-Aichach steuerte sie im Einzel und Doppel zwei Punkte bei. Für den Rest sorgten Philipp Weißkirchen und Raphael von Hoch. Da muss auch mancher männliche Gegner schlucken. Die Knaben 15 stellen ein junges Team und unterlagen Meitingen mit 0:6, da ist noch lernen angesagt. Besser läuft es bei den Midcourt 10, die viel Spaß haben und gegen Aichach mit 10:2 schon den zweiten Sieg einsammelten. Insgesamt sind also vier Teams noch ungeschlagen. Die Pflänzchen sind gesetzt, irgendwann wachsen die Bäume vielleicht doch in den Himmel. (kkp)